Der Arbeitskreis beschäftigt sich spartenübergreifend mit geotechnischen Problemen an historischen Bauwerken und geologischen Naturdenkmälern, wobei das Tragwerk stets mit einbezogen wird. Besonderes Augenmerk gilt den Schäden an historischen Gründungen und deren Behebung sowie statischen Problemen an historisch wertvollen Bauwerken, wie Kirchen, Schlössern, Denkmälern und Stützbauwerken. Geologische Naturdenkmäler sind nur dann Gegenstand der Arbeit des Arbeitskreises, wenn deren Erhaltung geotechnische Maßnahmen erforderlich macht.
Nachdem im Jahr 2005 die Arbeiten des Arbeitskreises mit der Veröffentlichung seiner Empfehlung Nr. 3 „Geotechnische Schadensfeststellung und -behandlung an historischen Bauwerken“ zu einem gewissen Abschluss gekommen waren, wählte sich der Arbeitskreis seit dem Jahr 2006 ein neues Arbeitsfeld. Der Arbeitsschwerpunkt liegt jetzt auf der Überprüfung älterer, abgeschlossener Untersuchungs- und Sanierungsobjekte. Die Erfahrungen aus Bereisungen und Einzelfallstudien haben den Arbeitskreis bewogen, ältere Untersuchungsergebnisse und Sanierungsvorschläge aus seiner Sicht neu zu bewerten. Der Arbeitskreis beurteilt, ob die damaligen Schlussfolgerungen zutreffend waren, insbesondere aber, ob die Art des Vorgehens bei der Sanierung den gewünschten Erfolg gebracht hat. Hierzu wurden in der Bautechnik in den Jahren 2008, 2010 und 2012 drei Fallbeispiele veröffentlicht.
Da im Zuge des Klimawandels immer mehr historische Bauwerke nach langer Standzeit durch Austrocknung bzw. Schrumpfen des Baugrundes geschädigt werden, wird nun Schrumpfen als weiterer Arbeitsschwerpunkt im Kontext mit historischen Bauwerken näher beleuchtet.




